27. Sitzung des Jugendhilfeausschuss der Hansestadt Lübeck

Laut Jugendhilfeausschuss gibt es in Lübeck im Bereich der Jugendhilfe vor allem bei den Sozialpädagogen einen Fachkräftemangel. Durch diesen kann es in schlimmsten Fall einen Fehlbestand oder eine Nichbesetzung der offene Stellen geben (wodurch noch weniger Plätzen in Kindergärten möglich sind). So wird man schon aus jetziger Sicht eine Unterbesetzung von 26 Personen haben (zum Beispiel 5 durch Mutterschaft und eine wegen einer längeren Krankheit).

Als Grund dafür wird angeführt das es zur Zeit keine  Sozialpädagogen ohne Arbeit in Schleswig-Holstein gibt, aber leider auch keine die eine Ausbildung in diesem Bereich machen wollen.  Dazu wurde auch gesagt das der jetzige Betrieb eigentlich nur noch durch engagierte Mütter aufrecht zu halten ist. So wurde unter anderem vorgeschlagen das man überqualifizierte Sozialpädagogen für ein geringeres Gehalt anwerben könnte, was aber als unmöglich gleich wieder abgelehnt wurde, weil Sie natürlich auf ein angemessenes Gehalt bestehen würden. Als Gegenentwurf wurde vorgeschlagen das man einen Ausbildungspool für Sozialpädagogen einrichtet.

In der Planung sind aber auch Baumaßnahmen für Kindergärten oder Schulen, wo aber wegen der momentanen Haushaltslage aber vieles auf die nächsten Jahre verschoben werden muß. Schlimm ist auch das im nächsten Schuljahr wahrscheinlich nicht jedes Kind einen Platz in einem Kindergarten bekommt, was aus meiner Sicht ein nicht zu duldender Zustand ist (da die Kinder die Fachkräfte von morgen sind ->der sogennante Fachkräftemangel).

Eine positive Meldung gab es aber bei der Sitzung: Viele Gemeinden in der Umgebung wollen inzwischen den durch die Kommune, das Land und einen Stiftungsverbund getragenen Bildungsfond einführen.

Jährlich wird zum Jahresende die Entwicklung der Versorgungssituation der Kinderbetreuung untersucht, wobei zum Beispiel in der Elementarstufe (ab 3 Jahre) die Zahlen zum Vorjahr um einen Prozent zurück gegangen sind, man erwartet in der Zukunft aber eine Steigerung in diesem Bereich. Anzufügen ist auch das Lübeck anstatt der meisten Gemeinden in diesem Bereich einen Schlüssel von 3,5 hat währen es bei den anderen 3 Jahre sind, diese Berechnungsgrundlage würde dazu führen das Lübeck laut Ausschuss eine Auslastung von 98 % hätte.

Aus dem Besuch dieser Sitzung hat sich für mich der Eindruck verstärkt das die Statistiken durch Spitzfindigkeiten so zurecht gemacht werden wie man es haben will. Aber auch als ich mir gestern den Paragraphen nach dem der Bedarfsplan erstellt wird ausgedruckt habe und merkte das dort nich nur das KITaG, sondern auch die SGB’s 8 und 12 sowie das Einkommensteuergesetz eine Rolle spielen war für mich klar das man sich mit den Paragraphen und Spitzfindigkeiten das Leben leicht machen will.

Laut Gemeindeordnung in Schleswig Holstein ist die Landesregierung verpflichtet das jede Gemeinde die anvertrauten Aufgaben erledigen kann, dies ist momentan aber nicht möglich.

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